Migration von Frappe Cloud

Von Frappe Cloud zu NMB-ERP — DSGVO-konform, in Deutschland betrieben

Wenn Ihre ERPNext-Instanz heute auf Frappe Cloud läuft und Sie die juristischen Anforderungen des deutschen Datenschutzes erfüllen müssen, stoßen Sie auf ein strukturelles Problem. NMB-ERP bietet denselben ERPNext-Funktionsumfang mit deutscher Verarbeiter-Gesellschaft, deutschen Rechenzentren und zusätzlichen Compliance-Bausteinen.

Kostenlose Migrationsanalyse anfragen

Das strukturelle Problem

Warum Frappe Cloud für deutsche Unternehmen datenschutzrechtlich schwierig ist

Frappe Cloud ist ein technisch solides Angebot. Für Unternehmen, die unter DSGVO und GoBD arbeiten, gibt es aber Punkte, die in einem Datenschutz-Folgenabschätzung-Prozess (DSFA) regelmäßig auffallen.

Frappe Technologies sitzt in Indien

Die Frappe Technologies Pvt. Ltd. hat ihren Sitz in Mumbai, Indien. Sie ist Verarbeiter im Sinne von Art. 4 Nr. 8 DSGVO, unabhängig davon, in welchem Rechenzentrum die Daten physisch liegen. Frappe-Mitarbeiter in Indien haben im Rahmen von Support, Updates und Backup-Restore Zugriff auf Kundendaten — das ist bereits ein Zugriff durch eine Stelle in einem Drittland.

Indien ist kein sicheres Drittland

Die Europäische Kommission hat für Indien keinen Angemessenheitsbeschluss nach Art. 45 DSGVO erlassen. Datentransfers zu einem indischen Verarbeiter benötigen daher zusätzliche Grundlage, in der Regel Standardvertragsklauseln (SCCs) nach Art. 46 DSGVO in Kombination mit einer Transfer Impact Assessment (TIA) nach dem Schrems II-Urteil des EuGH.

Transfer Impact Assessment ist aufwendig

Die TIA muss dokumentieren, ob das Schutzniveau im Zielland (inkl. der dortigen Überwachungsgesetze) mit dem der DSGVO vergleichbar ist. Für Indien mit dem neueren Digital Personal Data Protection Act 2023 kommen Gutachter regelmäßig zu dem Schluss, dass zusätzliche technische Maßnahmen nötig sind. Das bedeutet kontinuierlichen Verwaltungsaufwand und Rechtsrisiko.

Besonders sensibel: Personal- und Mandantendaten

ERPNext verarbeitet regelmäßig personenbezogene Daten mit hohem Schutzbedarf — Gehaltsabrechnungen, Krankenstände, Kundenkontakte, Mandantendaten bei Steuerberatern und Rechtsanwälten. Der Datenschutzbeauftragte oder externe Wirtschaftsprüfer wird in einer DSFA genau diese Kategorien kritisch hinterfragen.

Bußgelder nach Art. 83 DSGVO können bis zu 20 Mio. Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen. Das Risiko einer Fehlentscheidung ist real und für viele Mittelständler nicht kalkulierbar.

Unser Ansatz

NMB-ERP löst das durch deutsche Verarbeiter-Gesellschaft

NMB-ERP wird von der Seclution GmbH & Co. KG betrieben. Sitz in Deutschland, Server in deutschen Rechenzentren, Support aus Deutschland.

Kein Drittlandtransfer

Der Auftragsverarbeitungsvertrag wird direkt mit der Seclution GmbH & Co. KG abgeschlossen. Es findet keine Verarbeitung außerhalb der EU statt. Standardvertragsklauseln und Transfer Impact Assessment entfallen vollständig.

Art. 28 DSGVO direkt

Sie erhalten einen vollständigen AVV nach Art. 28 DSGVO, abgestimmt auf ERPNext-Hosting. Alle technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs) sind dokumentiert.

Revisionssicherheit inklusive

Über NMB-REVISION wird eine unveränderbare Belegkette für GoBD-relevante Daten geführt. Kein Zusatzvertrag mit Drittanbietern nötig.

Zeiterfassung mit ArbZG-Hinweisen

Über NMB-TIME werden Zeiteinträge auf potenzielle Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz hin geprüft. Die Hinweise sind technisch und ersetzen keine Rechtsberatung, reduzieren aber das Risiko unbemerkter Compliance-Lücken.

Deutscher Support

Persönlicher Ansprechpartner auf Deutsch, werktags per Telefon und E-Mail erreichbar. Kein Ticketsystem-Dauerlauf mit Support-Teams in anderen Zeitzonen.

Gleicher ERPNext-Kern

Sie bleiben bei ERPNext v15+ mit allen Modulen. Keine proprietäre Fork-Entscheidung, keine Abhängigkeit von einem geschlossenen System. Open Source, kein Lock-in.

So läuft die Migration ab

In vier Schritten von Frappe Cloud zu NMB-ERP

Migration ist ein planbarer Prozess mit klaren Etappen. Für Standardfälle läuft das unter der Woche durch; für komplexere Setups planen wir gemeinsam die Details.

  1. Analyse-Gespräch (kostenlos, ca. 30 Minuten)

    Wir sprechen über Ihre aktuelle Frappe-Cloud-Instanz: Datenvolumen, installierte Apps, Integrationen zu anderen Systemen, Custom Apps, gewünschter Starttermin. Ergebnis ist eine grobe Aufwandsschätzung und die Entscheidung, ob die Migration im Standardsetup oder als individuelles Projekt durchgeführt wird.

  2. Angebot und Vertragsvorbereitung

    Sie erhalten ein verbindliches Angebot über den Ziel-Tarif, die Migrationsleistung und gegebenenfalls zusätzliche Customizing-Pakete. Gleichzeitig bereiten wir den Auftragsverarbeitungsvertrag und das technische Migrationsprotokoll vor.

  3. Datenübernahme und Test

    Wir ziehen ein Backup Ihrer Frappe-Cloud-Instanz, importieren die Daten auf eine temporäre NMB-Instanz und testen die Funktionalität. Sie erhalten Zugang zu dieser Test-Instanz und können Daten, Workflows und Berichte prüfen, bevor es live geht.

  4. Go-Live und Nachbetreuung

    Zum vereinbarten Termin wird die neue Instanz produktiv geschaltet. Sie kündigen Ihr Frappe-Cloud-Abonnement, sobald Sie im neuen System zufrieden arbeiten. Wir begleiten Sie im ersten Monat aktiv bei offenen Fragen und passen die Konfiguration bei Bedarf nach.

Was kostet das

Migration ab 0 €

Die Migration ist für Standardfälle in der einmaligen Einrichtung Ihres Ziel-Tarifs enthalten. Nur bei besonderen Anforderungen kommen zusätzliche Aufwände hinzu, die vorher abgestimmt werden.

Standard-Migration: 0 €

Klassische ERPNext-Daten ohne Custom Apps, Datenvolumen bis ca. 5 GB, maximal 2-3 Integrationen. Enthalten in der regulären Setup-Gebühr des Ziel-Tarifs.

Erweiterte Migration

Custom Apps, eigene Reports, mehrere Integrationen oder größere Datenbanken: individuelles Angebot nach Analyse-Gespräch, transparent ausgewiesen.

Kostenloses Analyse-Gespräch

Die ca. 30-minütige Erst-Analyse ist unverbindlich und kostenlos. Erst danach entscheiden Sie, ob Sie weitergehen wollen.

Tarife und Setup-Gebühren ansehen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Migration

Ist Frappe Cloud DSGVO-konform?

Frappe Cloud wird von der Frappe Technologies Pvt. Ltd. mit Sitz in Mumbai, Indien betrieben. Auch wenn der Serverstandort auf Hetzner Frankfurt konfiguriert ist, bleibt die Frappe-Muttergesellschaft der Verarbeiter. Nach DSGVO und Schrems II handelt es sich damit um einen Drittlandtransfer, für den Standardvertragsklauseln und eine Transfer Impact Assessment erforderlich sind.

Was unterscheidet NMB-ERP Hosting datenschutzrechtlich von Frappe Cloud?

NMB-ERP wird von der Seclution GmbH & Co. KG mit Sitz in Deutschland betrieben. Daten werden in deutschen Rechenzentren verarbeitet, der Auftragsverarbeitungsvertrag wird direkt mit der deutschen Gesellschaft geschlossen. Es findet kein Drittlandtransfer statt, Standardvertragsklauseln und Transfer Impact Assessment entfallen.

Wie lange dauert eine Migration von Frappe Cloud zu NMB-ERP?

Bei Standardsetups ohne Custom Apps oder eigene Integrationen dauert die Migration typischerweise einen bis drei Werktage: Backup bei Frappe Cloud ziehen, Daten prüfen, auf die NMB-Bench importieren, Test und Go-Live. Komplexere Setups mit Custom Apps, vielen Integrationen oder großen Datenbanken werden vorher besprochen und individuell geplant.

Was kostet die Migration?

Die Migration startet bei 0 €. Bei Standardsetups ist sie in der einmaligen Einrichtungsgebühr Ihres Ziel-Tarifs enthalten. Komplexe Migrationen mit Custom Apps oder mehreren Integrationen werden nach einer kostenlosen Analysebesprechung individuell angeboten.

Muss ich Custom Apps selbst portieren?

Nein. Im Rahmen der Migration kümmern wir uns auch um Custom Apps. Eigenentwickelte Frappe-Apps werden auf der NMB-Bench installiert und gegen die aktuelle ERPNext-Version geprüft. Anpassungen durch Versionsunterschiede werden im Migrationsangebot mit ausgewiesen.

Wird mein bestehendes Abonnement bei Frappe Cloud automatisch gekündigt?

Nein, die Kündigung des Frappe-Cloud-Abonnements liegt bei Ihnen. Wir empfehlen die Kündigung erst nach erfolgreichem Go-Live auf NMB-ERP. Bei Bedarf lassen wir beide Systeme für einen Übergangszeitraum parallel laufen.

Kann ich auch nur einen Teil der Daten migrieren?

Ja. Sie können entscheiden, ob Sie alles übernehmen wollen oder nur Stammdaten, nur laufende Belege oder nur bestimmte Module. Die Details klären wir im Analyse-Gespräch und halten sie im Migrationsprotokoll fest.

Bekomme ich nach der Migration Support auf Deutsch?

Ja. Jeder NMB-ERP-Tarif enthält Support auf Deutsch mit persönlichem Ansprechpartner. Sie erreichen uns werktags per Telefon und E-Mail.

Migration besprechen

Kostenloses Analyse-Gespräch vereinbaren

Schreiben Sie uns kurz, wie Ihre aktuelle Frappe-Cloud-Instanz aussieht (Tarif, ungefähre Nutzerzahl, installierte Apps, gewünschter Starttermin). Wir melden uns mit einem Terminvorschlag für das Analyse-Gespräch.